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Ein Traum wird wahr

Wer erinnert sich nicht an "Raumschiff Enterprise" unter dem Kommando von Captain James T. Kirk? In der Fernsehserie aus den sechziger Jahren bewunderten viele den Computer des Raumschiffs, der aufs Wort hörte. Rund 50 Jahre später kann dieser Traum für viele wahr werden.

Titel
» Steckbrief «

Produktgruppe
Spracherkennungs-
Software


Produkt
Dragon NaturallySpeaking 10.1 Professional

Hersteller
Nuance

Marktpreis
ca.  950 Euro

Testbeginn
2010
Dauer
6 Monate Langzeittest

Alle Fotografien
auf einen Blick (2)

 <br /> Foto 43 - Im Vergleich zu früheren Versionen ist es möglich, dass man einzelne Abschnitte  <br /> überspringt. Früher verzweifelten einige Benutzer daran, dass der 'Drache'  <br /> einfach nicht verstand, was sie sagten. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 44 -  <br /> Das erste Training dauert nur wenige Minuten. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 45 - Nach dem Training werden die Sprachdateien verarbeitet. Die Prozessorauslastung  <br /> steigt hierbei auf 100 %. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 46 - Wir überspringen das Einlesen von Dokumenten und E-Mails, da der 'Drache' aus  <br /> unserem aktuell diktierten Wortschatz lernen soll. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 47 -  <br /> Das Lernprogramm ist für jeden neuen Benutzer sinnvoll. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 48 -  <br /> Endlich geschafft - das Diktieren kann beginnen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 49 -  <br /> Tipp des Tages - abschalten. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 50 - Hin und wieder sollte nach Updates geschaut werden. Hier ist die verwendete  <br /> Versionsnummer zu sehen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 51 -  <br /> Nach der Installation und dem Kurztraining wurde dieser Text diktiert. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 52 -  <br /> Diktiert man 'zehnter Mai 2010', dann erscheint: 10. Mai 2010. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 53 - Hat man in den Optionen 'TT.MM.JJJJ' für die Datumsformatierung eingegeben, so  <br /> wird aus 'zehnter Mai 2010' 10.05.2010. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 54 -  <br /> Die meiste Zeit wird im Standardmodus diktiert. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 55 -  <br /> Diktiermodus - obwohl es diesen gibt, kennt der 'Drache' dieses Wort nicht. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 56 -  <br /> Buchstabiermodus <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 57 - Über die Dragon-Leiste hat man einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten  <br /> Funktionen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 58 - Es lohnt sich, zur Verbesserung der Leistung, öfter Einblick in das  <br /> Erkennungscenter zu werfen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 59 -  <br /> Neue Worte lassen sich über diesen Menüpunkt hinzufügen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 60 - Sofern die Sprachdaten vorhanden sind, liest der 'Drache' den diktierten Text  <br /> mit der Stimme des Anwenders vor - sonst mit der Computerstimme. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 61 - Unter dem Menüpunkt 'Hilfe' findet der Anwender auch darüber hinausgehende  <br /> Funktionen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 62 - Wer viel Platz auf dem Monitor hat, der kann eine 'Extras-Symbolleiste'  <br /> einblenden. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 63 -  <br /> Bevor diktiert werden kann, muss ein angelegter Benutzer geöffnet werden. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 64 - Über 'Benutzer verwalten' können neue Benutzer angelegt werden. Zum Beispiel ein  <br /> Benutzer 'Tochter', 'Oma', ... <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 65 - Über 'Vokabular verwalten' können vorrangig professionelle Anwender - zum  <br /> Beispiel Ärzte - Fachvokabular integrieren. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 66 - Im Erkennungscenter gibt es viele Möglichkeiten, die Erkennungsgenauigkeit von  <br /> Dragon NaturallySpeaking zu verbessern. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 67 -  <br /> Der Erkennungsassistent hilft bei Problemen, noch hilfreicher ist eine Community. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 68 -  <br /> Von Zeit zu Zeit sollten die gespeicherten Sprachdaten optimiert werden. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 69 - Der 'Drache' lernt neue Worte am besten, wenn man diese einzeln hinzufügt und  <br /> trainiert. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 70 - Eine sinnvolle Funktion, um aus einem einzelnen fachlichen Dokument unbekannte  <br /> Worte zu extrahieren. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 71 - Die Seele des 'Drachen' - 'Vokabular bearbeiten'. Hier kann der Benutzer für  <br /> jedes einzelne Wort eine Feinabstimmung vornehmen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 72 - Trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Wer Freude an dem 'Drachen'  <br /> haben möchte, sollte Fehler sofort korrigieren und neue Worte trainieren. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 73 - 1. Satz: 'Komposita hinzufügen' wurde falsch erkannt. 2. Satz: Der Fehler wurde  <br /> vom Benutzer korrigiert und 3. Satz: Beim nächsten Mal hat der 'Drache' das  <br /> Diktat richtig umgesetzt. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 74 - Hier wird das Wort 'Computer Test' in der richtigen Schreibweise 'Computertest'  <br /> dem Wortschatz hinzugefügt. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 75 - Ohne Training geht es nicht - jedes neue Wort sollte mindestens zweimal oder  <br /> dreimal trainiert werden. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 76 -  <br /> Ein benutzerdefiniertes Wort wird im Vokabular mit einem roten Stern markiert. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 77 - Wenn ein hinzugefügtes Wort immer noch nicht erkannt wird, sollte es erneut  <br /> trainiert werden. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 78 - Nachdem das Wort trainiert wurde, verschwindet es aus dem Fenster - wir  <br /> vermuten, dass das ein Fehler ist. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 79 -  <br /> Wenn das trainierte Wort erkannt wurde, leuchtet der grüne Punkt. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 80 - Im Modul 'Vokabular bearbeiten' kann man für jedes Wort die Worteigenschaften  <br /> einstellen. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 81 - Einer der wichtigsten Punkte - die veränderten Sprachdaten müssen gespeichert  <br /> werden. Was nicht gespeichert wurde, kennt der 'Drache' beim Neustart nicht mehr. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 82 - In der professionellen Version ist eine rudimentäre und nicht ganz einfach zu  <br /> beherrschende Skriptsprache enthalten. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 83 - Die 'Voelter EDV-Beratung' veröffentlichte das Buch 'Scripting für Dragon  <br /> NaturallySpeaking 10', was eine wertvolle Hilfe für die Benutzung der  <br /> Skriptsprache darstellt. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )  <br /> Foto 84 - Sehr anschaulich und anhand zahlreicher Beispiele wird die Skriptsprache von  <br /> Dragon NaturallySpeaking dargestellt. <br /><br /> ( © 2010 Produktfotografie: Mittelpunkt • Journal < Test im Alltag > AK )




Hersteller*

Nuance Communications Aachen GmbH
Kackertstrasse 10
52072 Aachen
Deutschland

(2010)



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Auf ein Wort

Viele Computerbesitzer denken bei dem Begriff "Spracherkennungssoftware" zuerst an Wissenschaftler, Techniker und Tüftler.
Jene, die sich ein wenig besser mit Computern auskennen und öfter mal zu einer Computerzeitschrift greifen, glauben dennoch, dass diese Software in erster Linie für Vielschreiber gedacht ist.
So zum Beispiel für Ärzte, Gutachter, Journalisten, Psychologen, Rechtsanwälte, Sekretärinnen, Übersetzer und andere Berufsgruppen, deren Werkzeug das Wort ist.
Mittlerweile ist das Produkt - insbesondere aufgrund der erschwinglichen und notwendigen Rechenkapazität moderner Computer - für den Massenmarkt interessant geworden, zum Beispiel für die Oberstufe und Studenten.
Foto 02 -Unser Testschwerpunkt liegt auf Dragon NaturallySpeaking 10.1 in der  <br /> Professional-Version.

Spracherkennungssoftware - was ist das?

Die meisten benutzen eine Tastatur, um Text in den Computer einzugeben und Befehle ausführen zu lassen. Tastaturen wurden immer weiterentwickelt, sind heute ergonomischer als je zuvor - aber dennoch ermüden die Hände sehr schnell. Die Orthopäden warnen vor einer Überlastung. Auch die Augen schmerzen, wenn man zu lange konzentriert auf den Computer schaut.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen bequem zurückgelehnt in Ihrem Sessel, lassen den Blick durch den Raum schweifen, schauen ab und zu aus dem Fenster und das, was Sie dabei sagen, wandelt der Computer in Text um. So, als hätten Sie ihn mit der Tastatur eingegeben. Und nicht nur das - Sie können mit Ihrer Stimme im Internet surfen, in Dokumenten blättern, den Musikplayer auf Ihrem Computer bedienen und vieles mehr, (fast) ohne dazu die Tastatur zu benötigen.
Foto 02 -Unser Testschwerpunkt liegt auf Dragon NaturallySpeaking 10.1 in der  <br /> Professional-Version.

Spracherkennungssoftware gibt es bereits seit vielen Jahren. Aber erst in den letzten zwei Jahren sind die Computer so leistungsfähig und für viele in dieser Leistungsklasse erschwinglich geworden, dass diese spezielle Software für die breite Masse nutzbar ist. Bis heute ist eine Spracherkennungssoftware noch keine selbstverständliche Alltagstechnik, aber es ist an der Zeit, dass sie es wird. Alle notwendigen Voraussetzungen gibt es bereits dafür.
Foto 04 -Auf der Rückseite der Verpackung sind erste Hinweise zu finden, welche  <br /> Möglichkeiten sich dem Benutzer eröffnen.

Das Gefühl, noch direkter mit der Maschine verbunden zu sein, erschreckte einige Tester, andere fanden das erhebend. Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungszeit griffen viele lieber zum Headset. Zwischendurch nutzten unsere Tester immer wieder mal die Tastatur. Selbst schreiben, ist auch was Feines. Das Geräusch der klappernden Tastatur wirkt zum Teil inspirierend.

Neben der Eingabemöglichkeit über ein schnurgebundenes Headset gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten. Wer nicht über das Kabel des Headsets mit dem Computer verbunden sein möchte, dem empfehlen wir ein schnurloses Headset. Noch mehr Bewegungsfreiheit bietet ein hochwertiges digitales Diktiergerät, in welches auch unterwegs gesprochen werden kann. Die gesprochenen Worte werden nachträglich vom Computer in lesbaren Text und gegebenenfalls in Befehle umgewandelt.
Foto 07 -Bei der einfachen Preferred Version liegt ein entsprechend einfach gehaltenes -  <br /> aber ausreichendes Headset bei.

Gibt es sie bereits - die fast fehlerfreie Erkennung der menschlichen Stimme durch den Computer?Lohnt sich eine Spracherkennungssoftware auch für "Otto  Normalverbraucher"? Welchen Nutzen können fortgeschrittene Anwender dieser Software entlocken? Welche Möglichkeiten bieten alternative Eingabegeräte wie schnurlose Headsets und digitale Diktiergeräte? Diese und andere Fragen werden wir in den nächsten Monaten genauer betrachten und von unserer Testergruppe im Alltag untersuchen lassen.
Foto 09 - <br /> Die Markierung auf dem Mikrofon sollte beim aufgesetzten Headset zu Mund zeigen.

Mit dabei sind sehr erfahrene Computerbenutzer, die Dragon NaturallySpeaking bereits seit Jahren kennen, aber vor allem auch Computerneulinge und Menschen, die zuvor noch nie etwas von einer Spracherkennungssoftware gehört haben. Übrigens - viele Anwender nennen die Software kurz "Drachen", abgeleitet von dem englischen Wort "Dragon".
Foto 01 -Dragon NaturallySpeaking gibt es in mehreren unterschiedlichen Versionen. Damit  <br /> werden die Bedürfnisse der privaten und professionellen Benutzer abgedeckt.

Das Neugeborene

Wer - wie die Mehrheit unsere Tester - zum ersten Mal eine Spracherkennungssoftware benutzt, wird überrascht sein, dass die Software lernfähig ist und lernen muss.
Und der "Drache" lernt - bei jeder Nutzung.

Nach der Installation wird man aufgefordert, das Headset - insbesondere das Mikrofon - genau zu positionieren. Man liest wenige Minuten einen Text vor, damit wird Dragon NaturallySpeaking an die Sprechweise und die Stimme des Benutzers angepasst. Es können mehrere Benutzer angelegt werden - und das sollte auch für jeden Benutzer ein eigenes Profil erstellt werden. Nachdem Dragon NaturallySpeaking die Sprachdaten verarbeitet hat, kann es losgehen.
Foto 38 - <br /> Hier ist zu sehen, wie das Mikrofon positioniert werden sollte. Foto 42 -Damit sich Dragon NaturallySpeaking an den Klang der Stimme des Benutzers  <br /> anpassen kann, sollte der Benutzer einige Minuten in ein kurzes Training  <br /> investieren. Foto 44 - <br /> Das erste Training dauert nur wenige Minuten.

Man kann diese Lektion im Vergleich zu früheren Versionen auch überspringen. Unsere Tester einhellig der Meinung, dass sich das nicht empfiehlt. Jeder sollte sich die wenigen Minuten Zeit nehmen. Der "Drache" belohnt einen mit einer höheren Erkennungsrate.

Wir raten davon ab, E-Mails und eigene Texte von Dragon NaturallySpeaking im nächsten Schritt automatisch einlesen zu lassen. Die Software filtert aus diesen Daten jene Worte heraus, die noch nicht im Vokabular sind. Wir halten es für sinnvoller, Worte dann hinzuzufügen und gleich zu trainieren, wenn diese benötigt werden.
Foto 46 -Wir überspringen das Einlesen von Dokumenten und E-Mails, da der 'Drache' aus  <br /> unserem aktuell diktierten Wortschatz lernen soll.

Gleich zu Beginn möchten wir eine Werbeaussage in das Reich "möglich - aber nicht sofort und nicht für jeden" verbannen. 99 % Genauigkeit verspricht der Hersteller, das heißt, dass nur eins von 100 Worten von der Software falsch erkannt werden soll. Geübte und routinierte Sprecher werden das vielleicht Schaffen, aber die meisten User werden sehr oft sagen: "Korrigier das".

Mit diesem Sprachbefehl wird dem "Drachen" mitgeteilt, dass das Diktat nicht richtig erkannt wurde. An dieser Stelle sollte man mit Sorgfalt korrigieren, denn das, was der "Drachen" falsch lernt, wird er später immer wieder falsch darstellen. Gibt man dem "Drachen" die Chance, seine Lernfähigkeit zu entfalten, wird man sich über die Erkennungsleistung immer mehr freuen können.
Foto 72 -Trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Wer Freude an dem 'Drachen'  <br /> haben möchte, sollte Fehler sofort korrigieren und neue Worte trainieren.

Im Lieferumfang ist leider kein USB-Mikrofon enthalten, sondern nur ein normales Headset.

Drachenfreund - Drachenfeind

Es ist wie im wahren Leben: Nicht jeder wird die gleichen Erfolge erzielen können. Wer es bisher gewohnt ist, seine Ideen und Gedanken beim Tippen in einer Textdatei lebendig werden zu lassen, der muss sich stark umstellen, um am "Drachen" Freude zu haben. Der fertige Satz - die grundlegende Struktur - sollte bereits im Kopf sein, bevor man den Mund öffnet, um zu diktieren. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der wird auch im Alltag spüren, dass er redegewandter und selbstsicherer auftreten kann.
Foto 38 - <br /> Hier ist zu sehen, wie das Mikrofon positioniert werden sollte.

Wer diese erste Hürde gemeistert hat, wird vielleicht doch nicht zum Drachenfreund. Es gibt Benutzer, die können trainieren und trainieren und trainieren und dennoch versteht der "Drache" sie nicht. Aber das ist zum Glück die berühmte Ausnahme.

Das Hauptargument in der Werbung für den Einsatz einer Spracherkennungssoftware ist, dass geübte Sprecher circa 150 Worte in der Minute schaffen. Das war für keinen unsere Tester im Alltag wichtig.
Foto 75 -Ohne Training geht es nicht - jedes neue Wort sollte mindestens zweimal oder  <br /> dreimal trainiert werden.

Unsere Tester überzeugte am meisten, dass sie einen Gedanken im Kopf formulieren konnten, und während sie sprachen und entspannt aus dem Fenster schauten, erschien dieser Text fast immer fehlerfrei auf dem Computermonitor.
Wer diese Arbeitsweise einmal ausprobiert hat, der wird sie nicht mehr missen wollen.

Professional-Version

für den "Otto-Normalverbraucher" reicht im Normalfall die circa 200 € teure Preferred Version aus. Drachenfreunde werden zu der Professional-Version greifen, um folgende Vorzüge zu genießen:

  • Import und Export von Makros
  • Import und Export von Vokabularen
  • Verwendung von Spezialvokabularen
  • Netzwerkunterstützung
  • Speicherung der Audiodateien mit Textdateien, so dass man selbst später den Text korrigieren kann oder ein anderer die Korrektur übernehmen kann
  • Unterstützung von drahtlosen Kopfbügel-und Array-Mikrofonen
  • grundlegende Skriptbefehle
  • Dragon-Vorlagen mit Sprachbefehlen für Formulare

Diktiergeräte

Die Erkennungsleistung beim Einsatz eines Diktiergerätes sinkt etwas, da der Abstand zwischen Mikrofon und Mund nicht konstant bleibt. Professionelle Anwender setzen deshalb auch bei der Verwendung eines Diktiergerätes oftmals ein schnurloses Headset ein.
Foto 07 -Bei der einfachen Preferred Version liegt ein entsprechend einfach gehaltenes -  <br /> aber ausreichendes Headset bei. Foto 08 -Das Headset der professionellen Version wirkt entsprechend. Leider ist es kein  <br /> USB-Headset, was in dieser Preisklasse enthalten sein sollte. Foto 09 - <br /> Die Markierung auf dem Mikrofon sollte beim aufgesetzten Headset zu Mund zeigen.

Sofern es sich um ein geräuschreduzierendes Headset handelt, sind Diktate auch in der Natur, im Auto oder im Einzelabteil in der Bahn möglich. Nebengeräusche können gut herausgefiltert werden. Insbesondere beim Einsatz hochwertiger digitaler Diktiergeräte fallen die Ergebnisse nur geringfügig schlechter aus, als beim Einsatz schnurgebundener Headsets.

Fehler

Einer unserer Tester hat ein schnurgebundenes USB-Headset angeschlossen. Im Menü - Extras - Optionen - Weitere Einstellungen steht: "Mikrofon nach 5 Minuten Stille ausschalten." Obwohl der "Drache" laufend Worte erkennt, ist er der Ansicht, es herrsche absolute Stille. Denn alle 5 Minuten schaltet der "Drache" das Mikrofon in den "Schlafzustand" (erkennbar an dem gelben Mikrofon Symbol in der Dragon-Leiste).
Foto 29 -Das von uns verwendete USB Mikrofon wird nicht richtig erkannt. Wenn hier 5  <br /> Minuten eingestellt sind, dann legt sich der 'Drache' auch dann schlafen, wenn  <br /> fortlaufend diktiert wird.

Als Workaround haben wir den Wert auf 100 gesetzt, so legt sich der "Drache" nur alle 100 Minuten automatisch schlafen. Wir achten selbst darauf, dass wir über die numerische Plustaste das Mikrofon des Headsets für Dragon NaturallySpeaking ausschalten, damit keine ungewollte Texterkennung erfolgt.

Wünsch dir was - Ausblick in die Zukunft

Dragon NaturallySpeaking liegt bereits in der Version 10 vor. In sehr vielen Entwicklungsjahren reifte die Software. Was wünschen sich unsere Tester?

Die Computer verfügen über immer mehr Arbeitsspeicher. Unter einem 64 Bit Windows kann ein Arbeitsspeicher von mehr als vier GB verwendet werden. Hier bietet es sich an, automatisch bei jeder Nutzung den kompletten Wortschatz auf eine virtuelle Ramdisk zu legen. Das hat erhebliche Geschwindigkeitsvorteile und die Festplatte wird geschont.

Anhang:

Lieferumfang und Technische Daten *

(* laut Hersteller, sofern nicht anders angegeben, Änderungen vorbehalten)

Lieferumfang:

  • Foto 02 -Unser Testschwerpunkt liegt auf Dragon NaturallySpeaking 10.1 in der  <br /> Professional-Version. Software auf DVD
  • Foto 11 -Auf der Rückseite der DVD-Hülle steht die Seriennummer, die bei der Installation  <br /> eingegeben werden muss. Seriennummer auf der Rückseite der DVD Hülle
  • Foto 06 -Zum Lieferumfang der Professional Edition gehört neben der DVD ein kleines  <br /> Benutzerhandbuch für die ersten Schritte. Handbuch
  • Foto 08 -Das Headset der professionellen Version wirkt entsprechend. Leider ist es kein  <br /> USB-Headset, was in dieser Preisklasse enthalten sein sollte. analoges Headset


Systemvoraussetzungen (Auszug):

  • Grundanforderungen
  • Prozessor: bei Intel ab Pentium4 oder bei AMD ab Athlon 64 1 GHz (
  • Prozessor: SSE2 Befehlssatzerweiterung ist erforderlich
  • Arbeitsspeicher: 512 MB RAM (1 GB RAM für Windows Vista, und 2 GB RAM für Windows 7, 32 Bit und 64 Bit)
  • Freier Festplattenspeicher: 2 GB
  • L2-Cache: 512 KB
  • DVD-ROM-Laufwerk für die Installation
  • geräuschunterdrückendes Headset
  • Soundkarte für 16-Bit-Aufzeichnung
  • empfehlenswert
  • Prozessor: Intel® Pentium® 2,4 GHz (1,6 GHz Dual-Core-Prozessor) oder gleichwertiger AMD-Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 2 GB RAM (2 GB RAM für Windows 7, 32 Bit, und 4 GB RAM für Windows 7, 64 Bit)
  • L2-Cache: 1 MB
  • schnurloses geräuschunterdrückendes Headset mit USB Anschluss
  • Zur Produktaktivierung ist eine Internetverbindung erforderlich.

AK & JL

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Plus    Pro       (* führt zur Aufwertung)

  • Das Programm erleichtert nicht nur Vielschreibern die tägliche Arbeit am Computer.
  • Die Erkennungsleistung ist insgesamt gut.
  • Die Bedienung ist intuitiv und leicht zu erlernen.
  • Mit der Skriptsprache der Professional Version ist eine Automatisierung von Abläufen möglich.

Neutral Neutral Neutral    (* fließt nicht in die Bewertung mit ein)
  • Ein mit dem Befehl "verbinde das" erstelltes neue Wort sollte automatisch in das Vokabular übernommen werden.
  • Dem Diktierfenster fehlt eine Funktion zur unformatierten Übergabe des Textes.
  • Es fehlt eine automatische Sicherung der Benutzerdaten - zum Beispiel alle 10 min.
  • Bei einer Optimierung fehlt der Hinweis, dass Programme zum Beispiel wie Word, die das Dragon Plug-in verwenden, nicht gestartet werden können.

Minus Kontra  Minus    (* führt zur Abwertung)
  • Auf dem Markt auf dem Markt gibt es inzwischen viel bessere Stimmen zur Textwiedergabe.
  • Die Dragon-Leiste muss eingeblendet sein, damit der Mikrofonstatus zu sehen ist.
  • Dragon NaturallySpeaking 10 stürzt unter bestimmten Umständen reproduzierbar ab.
  • Die Fehlermeldungen sind zum Teil irreführend.
  • In der Skriptsprache können für Listen-Befehle keine von-bis-Werte angegeben werden.

Unser Rat



Was für jede Software gilt, das gilt für die Spracherkennung besonders: Um gut zu sein, muss sie funktionieren.

Dragon NaturallySpeaking funktioniert gut; in den nächsten Jahren wird sie bestimmt noch besser. Bereits heute kann die Software mit gutem Gewissen empfohlen werden.

Die Problemzonen kann der geübte Benutzer gut umgehen. Hilfe findet der Anwender in inoffiziellen Foren.

      Wertung   

    Legende: Bewertung
    Note (Anzahl goldene Sterne) sprachlicher Gebrauch
  • 1+ (6 Sterne) excellent, ausgezeichnet, Referenz
  • 1  (5 Sterne) sehr gut
  • 2  (4 Sterne) gut
  • 3  (3 Sterne) befriedigend, zufriedenstellend
  • 4  (2 Sterne) mangelhaft
  • 5  (1 Stern) ungenügend
  • 6  (0 Sterne) durchgefallen
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Folgende Produkte werden wir in der nächsten Zeit testen:

    Auto •   Autobatterie
    Elektronik •   Diktiergeräte für Dragon Professional Individual
    Computer •   Monitor Dell 29 Zoll
    Gesundheit •   Massagematte
    Haushalt •   Tageslichtlampen
    Gesundheit •   Back2Life

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Liebe Leser,

viele weitere Produkte haben wir in unserer Rubrik “Test im Alltag”
für Sie getestet.

  • Eine Übersicht über alle online gestellten Beiträge finden Sie hier.

  • Die Stichwortsuche u.a. nach Hersteller und Produktbezeichnung können Sie hier nutzen.

  • "Test im Alltag" ist eine "Mittelpunkt•Journal"-Beilage.

  • (hochauflösende Fotostrecken in Überblendtechnik im
    Adobe-Flash-Format & Berichte über Events & Sehenswertes)

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