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Eine gute Idee ... ! ? ! ?

Als Heimwerker hat man es nicht leicht: immer fehlt etwas. Mal ist es das richtige Werkzeug, mal eine Schraube, mal ein Pflaster und mal eine pfiffige Idee. Letztere hatte die Firma Mansfield mit ihrem zweiköpfigen Akku-Bohrschrauber. Ein Gerät für den Alltag?

Titel
» Steckbrief «

Produktgruppe
Bohrmaschine

Produkt
Dual-Drill inklusive 2. Akku

Hersteller
Mansfield

Marktpreis
ca.  120 Euro

Testbeginn
2009
Dauer
12 Monate Jahrestest

Alle Fotografien
auf einen Blick (2)

 Foto 09 -  <br /> Es ist imposant zu sehen, wie der Bohrfutterkopf gedreht wird.  Foto 10 -  <br /> Die Idee ist einfach - auch einfach gut - aber nicht annähernd ideal umgesetzt.  Foto 11 -  <br /> Das Gerät sieht vom Gewicht her leichter aus, als es ist.  Foto 12 -  <br /> Ein großer, klobig wirkender und nicht lange durchhaltender Akku.  Foto 13 -  <br /> Das Ladegerät für den NiCd-Akku ist einfach konstruiert.  Foto 14 - Das Ladegerät sollte immer mitgeführt werden, da ein Akku bereits nach relativ  <br /> kurzer Zeit erneut geladen werden muss.  Foto 15 - Das Ladegerät verfügt über eine Starttaste und zeigt über die LED den  <br /> Ladezustand an.  Foto 16 -  <br /> Die Bedienungsanleitung ist informativ und gut gestaltet.




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Land der Heimwerker

Deutschland ist ein Land der Heimwerker. Getreu dem Motto "Selbst ist der Mann" (und natürlich auch die Frau) haben Baumärkte Hochkonjunktur. Manchmal hat man den Eindruck, dass es genauso viele Baumärkte wie Lebensmittelgeschäfte gibt.

Wer schrauben und bohren möchte, der greift heutzutage gerne zu einem Kombigerät, dem Akku-Bohrschrauber.

Die Vielfalt ist überwältigend. Für unseren "Test im Alltag" haben wir uns ein besonders pfiffiges Gerät mit zwei Bohrköpfen ausgewählt. Die Idee ist nicht schlecht. In ein Bohrfutter kommt ein Bohrer und in das andere Bohrfutter ...
Foto 09 - <br /> Es ist imposant zu sehen, wie der Bohrfutterkopf gedreht wird. Foto 10 - <br /> Die Idee ist einfach - auch einfach gut - aber nicht annähernd ideal umgesetzt. Foto 11 - <br /> Das Gerät sieht vom Gewicht her leichter aus, als es ist. Foto 16 - <br /> Die Bedienungsanleitung ist informativ und gut gestaltet.

Unser Testexemplar ist ein schlapper Kurzarbeiter. Mit einer Akkuladung kamen wir nicht weit. In dieser Luxusvariante mit Koffer und zweitem Akku erwies sich besonders der zweite Akku als sehr nützlich. Denn, wenn ein Akku leer war, konnte der in die Ladestation und mit dem zweiten Akku ging es weiter. Besser ist natürlich ein Gerät, bei dem ein Akku eine sehr hohe Standzeit hat. Nichts ist ärgerlicher bei einer handwerklichen Tätigkeit als zusätzlicher Arbeitsstress durch Zwangspausen.
Foto 12 - <br /> Ein großer, klobig wirkender und nicht lange durchhaltender Akku.

Beim Kauf sollte man immer darauf achten, dass ein Zweit-oder Ersatzakku gleich mitgeliefert wird, da das preisgünstiger ist, als ein extra gekaufter Ersatzakku. Zu einer Zwangspause kann es dennoch kommen, da die Akkuladezeit in der Regel zwischen zwei und drei Stunden dauert. Bevor man als geladener Handwerker in die Luft geht, weil der Akku leer ist, sollte man eher einen weiteren Ersatzakku bereithalten oder diese Zwangspause mit einkalkulieren.

Unsere Tester raten von einem Gerät mit fest eingebautem Akku ab (ein entsprechendes Gerät wurde getestet). Diese Geräte sind zwar meistens handlicher, aber weniger leistungsstark und wenn der Akku leer ist, dann kann er noch nicht einmal ausgetauscht werden.

Nicht zeitgemäß

Auf den ersten Blick fanden unsere Tester den Mansfield Dual-Drill mit seinen zwei Bohrfuttern sehr ansprechend. Im Dauertest erwies sich das Gerät aufgrund der verwendeten NiCd-Akkus als schwach und recht unhandlich. Kunden sollten bei einem Neukauf eines Akku-Bohrschraubers darauf achten, dass moderne Li-Ionen-Akkus verwendet werden. Die alleinige Angabe der Voltzahl auf einem Akku sagt noch nichts über die Kraft des Akkus aus. Mehr bedeutet hier nur dann mehr Leistung, wenn die Kapazität des Akkus (Amperestunden) identisch oder höher ist.
Foto 05 -Rechts und links hinter dem oberen Bohrfutter befindet sich je ein Schieber.  <br /> Wenn dieser zurückgezogen wird, lässt sich die Bohrfutterhalterung drehen. Foto 06 -Die Einstellung lässt sich bis auf 20 erhöhen, was jedoch mehr ein theoretischer  <br /> Wert ist, der oftmals bereits zum bohren nicht ausreicht. Foto 07 - <br /> Das Bohrfutter nimmt Bohrer zwischen 1 und 10 mm auf. Foto 08 -Das Bohrfutter verfügt über eine Schnellspannung, die sich zum Teil löst. So  <br /> kommt es vor, dass der Bohrer im Werkstück stecken bleibt.

Darüber hinaus ist das Gewicht von NiCd-Akkus mit steigender Kapazität wesentlich höher. Dieser billige, aber veraltete Akkutyp wird leider immer noch viel zu häufig verwendet. Obwohl es eine Vorschrift über die Entsorgung dieser Akkus gibt, werden die meisten davon nicht fachgerecht entsorgt. Sie landen im Haushaltsmüll und das Schwermetall Cadmium belastet in erheblichem Maße unsere Umwelt.

Das Ladegerät für NiCd-Akkus ist recht günstig herzustellen - um nicht zu sagen billig herzustellen. Die Akkus leiden unter dem bekannten Memoryeffekt. Bei höherwertigen Akkus sorgt eine spezielle Ladeelektronik für die Pflege der Akkus, so dass diese unterm Strich länger halten.
Foto 13 - <br /> Das Ladegerät für den NiCd-Akku ist einfach konstruiert. Foto 14 -Das Ladegerät sollte immer mitgeführt werden, da ein Akku bereits nach relativ  <br /> kurzer Zeit erneut geladen werden muss. Foto 15 -Das Ladegerät verfügt über eine Starttaste und zeigt über die LED den  <br /> Ladezustand an.

Unser Testmodell besitzt eine praxisferne Kombination aus einer hohen Voltzahl und nur einem Gang. Die Übersetzung der Motorkraft ist nicht optimal und im Endeffekt schätzen unsere Tester das Gerät schwächer ein, als andere Modelle mit einer geringeren Voltzahl und zwei Gängen.

Pfiffige Idee nicht alltagstauglich umgesetzt

Im stabilen Tragekoffer, der Platz für zwei Akkus bietet, hat Mansfield eine pfiffige Idee verpackt: zwei schwenkbare Bohrfutter an einem Gerät. Ob man nun einen Bohrer und ein Schrauber-Bit mit entsprechenden Aufsätzen oder zwei Bohrer unterschiedlicher Stärke benutzt - das Arbeiten geht wesentlich besser von der Hand.
Foto 01 - <br /> Der Akku-Bohrschrauber wird in einem stabilen Koffer geliefert. Foto 02 -Der Transportkoffer verfügt über Schnellspannverschlüsse, die nicht abschließbar  <br /> sind.

Soweit zur Theorie. In der Praxis liegt die Mansfield Dual-Drill schlecht in der Hand. Sie ist unhandlich und wirkt schlecht ausbalanciert. Es ist schade, dass sie eigentlich sehr gute Idee nicht besser umgesetzt wurde.
Foto 03 - <br /> Auf den ersten Blick macht der Akku-Bohrschrauber einen guten Eindruck. Foto 04 - <br /> Auffällig sind die zwei Bohrfutter. Anhang:

Lieferumfang und Technische Daten *

(* laut Hersteller, sofern nicht anders angegeben, Änderungen vorbehalten)

Lieferumfang:

  • Foto 04 - <br /> Auffällig sind die zwei Bohrfutter. Akku-Bohrschrauber
  • 1 magnetischer Bit-/Bohrerhalter
  • Foto 01 - <br /> Der Akku-Bohrschrauber wird in einem stabilen Koffer geliefert. Transportkoffer
  • Foto 13 - <br /> Das Ladegerät für den NiCd-Akku ist einfach konstruiert. Schnelladegerät
  • Foto 12 - <br /> Ein großer, klobig wirkender und nicht lange durchhaltender Akku. 2 Akku (NiCd)
  • Foto 16 - <br /> Die Bedienungsanleitung ist informativ und gut gestaltet. mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • je 3 Stein-, Metall- und Holzbohrern
  • 2 Bithaltern
  • 12-tlg. Kreuzschlitz- und Schraubbits-Sortiment


Wichtige technische Daten (Auszug):

  • 1 Gerät mit zwei Bohrfuttern
  • Bohrfutter: 1-10 mm
  • 20 Drehmomentstufen

OG & XK

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Plus    Pro       (* führt zur Aufwertung)

  • außergewöhnliches Design
  • zwei Bohrfutter in einem Gerät
  • einfach zu bedienen

Neutral Neutral Neutral    (* fließt nicht in die Bewertung mit ein)
  • nur für einfache und kleine Projekte geeignet

Minus Kontra  Minus    (* führt zur Abwertung)
  • unhandlich und schwer
  • nicht ausbalanciert, liegt nicht gut in der Hand
  • Bohrer und Schrauber können nicht fest genug gezogen werden, so dass diese oft im Werkstück stecken bleiben
  • beim Lösen der Bohrer fehlt der Gegenhalt
  • höchste Drehzahl beim Bohren ist zu niedrig
  • beiliegende Steinbohrer können nicht sinnvoll eingesetzt werden, da das Gerät keine Schlagbohroption besitzt
  • zu hoher Preis für die gebotene Leistung
  • veraltete NiCd-Akku Technologie
  • schwacher Akku

Unser Rat

Für Heimwerker, die nur gelegentlich zum Akku-Bohrschrauber greifen, ist es kein Problem, den Einsatz im Bohrfutter öfter zu wechseln.

Und wer viel arbeitet, der benötigt ein Gerät welches wesentlich besser in der Hand liegt. Dem bleibt nach wie vor nur die Alternative nach einem anderen guten Gerät Ausschau zu halten, welches die beschriebenen Mängel nicht aufweist.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass man eher 10 Löcher bohrt und dann 10 Schrauben setzt, als dass man ein Loch bohrt und dann eine Schraube setzt. Zumal der Wechsel der Bohrfutterköpfe auch zeitaufwändig ist. In der Praxis zählen andere Werte. Das Drehmoment ist für viele Arbeiten einfach zu schwach. Dafür war die Werbung im Fernsehen stark.

      Wertung   

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Folgende Produkte werden wir in der nächsten Zeit testen:

    Auto •   Autobatterie
    Elektronik •   Diktiergeräte für Dragon Professional Individual
    Computer •   Monitor Dell 29 Zoll
    Gesundheit •   Massagematte
    Haushalt •   Tageslichtlampen
    Gesundheit •   Back2Life

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Liebe Leser,

viele weitere Produkte haben wir in unserer Rubrik “Test im Alltag”
für Sie getestet.

  • Eine Übersicht über alle online gestellten Beiträge finden Sie hier.

  • Die Stichwortsuche u.a. nach Hersteller und Produktbezeichnung können Sie hier nutzen.

  • "Test im Alltag" ist eine "Mittelpunkt•Journal"-Beilage.

  • (hochauflösende Fotostrecken in Überblendtechnik im
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